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Veranstaltungsreihe „Geschichte ist mehr ...“

Bild zeigt Logo der Vortragsreihe "Geschichte ist mehr ..."

Die Veranstaltungsreihe „Geschichte ist mehr …" ist eine Kooperation des Stadtarchivs mit der Volkshochschule sowie dem Heimatverein Borken. Sie wurde im Herbst des Jahres 2000 begründet, als die Leitung von Stadtarchiv und Stadtmuseum in eine Hand gelegt wurde.

Unter der Programm-Koordination des Stadtarchivs finden im VHS-Forum in der ehemaligen Josefskirche an der Heidener Straße 88 regelmäßig Mittwochsvorträge und -vorstellungen zu verschiedenen Themen der Stadt- und Regionalgeschichte statt.


Veranstaltungen im 2. Halbjahr 2021

(unter Corona-Vorbehalt)

Mittwoch, 22.09.2021 | VHS-Forum | 19:30 Uhr

– Vortrag –

Dr. Norbert Fasse (Stadtarchiv Borken)

Vor 75 Jahren: Der Wiederaufbau der Stadt Borken im Widerstreit der Planer

Wie viele andere Städte im westlichen Münsterland war Borken am Ende des Zweiten Weltkriegs weitgehend zerstört, der engere Stadtkern lag sogar zu 90 Prozent in Trümmern. In der vermeintlichen Stunde Null zählten daher die Wiederherrichtung von Wohnraum und der Wiederaufbau der Innenstadt zu den drängendsten Aufgaben. Zwar hatte die provisorische, von den Briten kontrollierte Stadtverwaltung schon im Herbst 1945 das Coesfelder Büro Wolters & Berlitz mit einer Wiederaufbauplanung beauftragt. Doch der erste, im Dezember vorgelegte Entwurf geriet in das Spannungsfeld widerstreitender Zielvorstellungen der Behörden, die von einer durchgreifenden Neuordnung des Stadtkerns bis zur weitgehenden Erhaltung des historischen Stadtgrundrisses bei gleichzeitiger Fernhaltung des Autoverkehrs reichten. Zwar einigte man sich nach langwierigen Debatten auf eine „Dreiplatzfolge“ aus zweigeteiltem Marktplatz und Kirchplatz mit repräsentativem Rathausstandort, doch die Bezirksregierung Münster setzte als Genehmigungsbehörde 1951 eine Abkehr von dieser Lösung durch. Welche städtebaulichen Konzepte zur Diskussion standen und welche langfristigen Wirkungen aus den schließlich getroffenen Entscheidungen resultierten, zeigt sich im Spiegel der nachfolgenden Jahrzehnte.

 

Beginn:     19:30 Uhr

Ort:          VHS-Forum, Heidener Straße 88

Entgelt:     6,00 Euro


Mittwoch, 06.10.2021 | VHS-Forum | 19:30 Uhr

– Vortrag –

Marius Lange M.A. (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)

Ein Unbescholtener als Bauernopfer von NSDAP und Gestapo
Die Verfolgung und der Tod des Bernhard Mensinck nach einem kirchenfeindlichen Eklat in Borken

Anfang 1935 beziehen Nationalsozialisten der Österreichischen Legion' ein Barackenlager in Bocholt und das Wasserschloss in Velen. Aus ihrer kirchenfeindlichen Haltung machen sie keinen Hehl. Immer wieder kommt es zu gewalttätigen Vorfällen, von denen auch Borken nicht unberührt bleibt. Ende Juni 1935 verrichten zwei österreichische SA-Männer aus Velen in der Propsteikirche St. Remigius ihre Notdurft und legen an mehreren Stellen Feuer. Die Borkenerinnen und Borkener sind zutiefst entsetzt, sodass NSDAP und Gestapo in Zugzwang geraten. Um von den wahren Tätern abzulenken, präsentiert das NS-Willkürregime der Bevölkerung einen Sündenbock: den vollkommen unbeteiligten Borkener Gastwirt Bernhard Mensinck. Der Historiker Marius Lange rekonstruiert die Hintergründe der Kirchenbrandstiftung und zeichnet den langen Leidensweg Mensincks nach.

 

Beginn:     19:30 Uhr

Ort:          VHS-Forum, Heidener Straße 88

Entgelt:     6,00 Euro


Mittwoch, 27.10.2021 | VHS-Forum | 19:30 Uhr

– Vortrag und Lesung –

Walter Schiffer M. A., M. Th. (Borken)

Von Liebe und Ausgrenzung
Zwei vergessene jüdische Schriftsteller aus Westfalen

Während des 19. und 20. Jahrhunderts wirkten in Westfalen zahlreiche jüdische Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Sicher zählten nicht alle von ihrem Bekanntheitsgrad zu den Populärsten der deutschen Literaturszene, aber ein paar „aus der zweiten Reihe harren der Auferstehung“ (Günter Kuhnert). Es ist lohnend, sich diese Literatinnen und Literaten in Erinnerung zu rufen und sie wieder zu Gehör zu bringen. Mit kurzen biographischen Skizzen und mit ihren Texten werden Jakob Loewenberg (geb. 1856 in Niederntudorf / Salzkotten, gest. 1929 in Hamburg) und Josefa Metz (geb. 1871 in Minden, gest. 1943 in Theresienstadt) vorgestellt.

 

Beginn:     19:30 Uhr

Ort:          VHS-Forum, Heidener Straße 88

Entgelt:     6,00 Euro


Mittwoch, 10.11.2021 | Gymnasium Remigianum | 19:30 Uhr

– Buchvorstellung –

Dr. Bruno Fritsch (Borken)

Von der Lateinschule zum Gymnasium Remigianum
Die höheren Schulen in Borken von 1417 bis 1955

Mehr als 500 Jahre reicht sie zurück, die Geschichte höherer Schulen in Borken. Offenbar bereits an der Wende vom 14. zum 15. Jahrhundert wurde die erste Lateinschule und spätere Rektoratschule gegründet, aus der Ende der 1920er Jahre schließlich das Gymnasium Remigianum hervorging. Dr. Bruno Fritsch, der seit 1977 am Remigianum Geschichte und Deutsch unterrichtet hat und seit 2002 stellvertretender Direktor war, hat sich seit seiner Pensionierung 2013 der Stadt-, Regional- und Schulgeschichte verschrieben und in seinem neuen Buch die Geschichte der höheren Schulen in Borken, zu denen 50 Jahre lang auch eine höhere Mädchenschule zählte, so anschaulich wie umfassend nachgezeichnet.Er beschreibt nicht nur das Wirken der Lehrer und Lehrerinnen, sondern auch – soweit möglich – die Rolle und Perspektive der Schülerinnen und Schüler im Wandel der Zeiten und geht ausführlich auf die wilhelminische Kaiserzeit und die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts ein. Besonders die zwei Weltkriege veränderten das Schulgeschehen und das Leben von Lehrenden und Lernenden einschneidend. Da die höheren Schulen im kommunalen Leben immer eine wichtige Rolle spielten, wirft diese Schulgeschichte zugleich viele Schlaglichter auf die allgemeinen städtischen Verhältnisse.

 

Beginn:     19:30 Uhr

Ort:          Gymnasium Remigianum, Josefstraße 6

Entgelt:     6,00 Euro


Mittwoch, 24.11.2021 | Montessori-Gesamtschule: kulturraum3 | 19:30 Uhr

Markus von Hagen (Rezitator u. Kabarettist)

Philip Ritter (Pianist, Journalist)

„Irgendwo lacht ein Dinosaurier“
Georg Kreisler. Sein Leben, seine Lieder

Georg Kreisler hat das deutschsprachige Musikkabarett wie kein anderer geprägt: Er war ein hervorragender Pianist und verband seine oft sehr poetischen, manchmal auch surrealen oder schwarzhumorigen Texte mit anspruchsvoller Klavierbegleitung. Viele seiner Lieder sind Klassiker. Markus von Hagen, begleitet von Philip Ritter, stellt den tiefgründigen Satiriker vor, der uns auch heute noch eine Menge zu sagen hat.

Markus von Hagen arbeitet als Kabarettist, Autor, Regisseur und Rezitator in Münster, wo er vor allem durch sein Musical zum Bistumsjubiläum bekannt wurde. Der Träger des Herner Satirepreises gastiert als Moderator vieler Musikprogramme (Udo Jürgens, Andrea Bocelli), seiner Eventgastronomie (Krimi-Quiz-Dinner, Poetisches Henkersmahl, In 80 Gängen um die Welt) oder dem theologischen Kabarett „Jesus Christ – Kabarettist“ im gesamten deutschsprachigen Raum, einschließlich Namibia. Er ist Sprecher der Blindenhörbücherei und gestaltet mit „Literatur für Liebhaber“ im Stadttheater Münster seit zehn Jahren die langlebigste Literaturreihe der Stadt.

Der Pianist und Journalist Philip Ritter greift nicht nur regelmäßig bei der erfolgreichen Mitsingveranstaltung „Rudelsingen“ in die Tasten, er untermalt auch die Lesungen von Christoph Tiemanns „Theater Ex Libris“ und improvisiert seit vielen Jahren beim Münsteraner „placebotheater“. Gelegentlich springt der gebürtige Celler auch bei der poetischen Amüsierschau „Ein rätselhafter Schimmer“ ein und übernimmt bei diesen Reisen in die zwanziger Jahre sogar ein paar Gesangseinlagen.

 

Beginn:     19:30 Uhr

Ort:          Montessori-Gesamtschule: kulturraum3, Röwekamp 14

Entgelt:     10,00 Euro


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