Rezension Band 3:

tanz-journal, Nr. 3/2004, S. 67:

"Anlässlich von Massines 25. Todestag widmete das Stadtmuseum Borken dem 1895 in Moskau geborenen Choreographen eine mit vielen Exponaten aus Privatbesitz bestückte kleine Ausstellung. Parallel erschien ein handlicher Band mit vielen Abbildungen. Im Textteil zeichnet Romana Krtilova sein Leben nach und macht dabei deutlich, wie anregend die Freundschaft mit vielen großen Künstlern für Massine war. Bemerkenswert auch, dass schon der junge Massine über viel praktische Geschäftstüchtigkeit verfügte. In einem zweiten Beitrag betont Monika Woitas Massines nie erlahmende Lust am Experiment und wie sehr er jede seiner Choreographien als Teil eines balletttheatralen Gesamtkunstwerks sah.
Die schön aufgemachte Publikation, die zweite deutschsprachige über Massine nach Woitas' Studie (1996), bietet also eine kompakte Einführung in Leben und Werk des Choreographen." - Klaus Kieser, München, Herausgeber der Zeitschrift tanz-journal

 

Würdigung

tanz-journal, Nr. 2/2004, S. 84f

"Eine Persönlichkeit wie ihn gibt es heute in der Welt des Balletts nicht mehr! [...] Ich fürchte, dass heutige Wiederbelebungsversuche von Massines Balletten vor allem am Mangel an Tänzerpersönlichkeiten scheitern. [...] Stuttgart hätte indessen allen Anlass, an Massine zu erinnern, denn von den damals jüngeren Choreographen, die ihn noch bei seiner Arbeit mit dem Sadler's Wells Ballet erlebt haben, ist keiner so nachhaltig beeinflusst worden wie ein gewisser John Cranko" [Anm.: Cranko war von 1961 bis zu seinem Tod 1973 international renommierter Direktor des Stuttgarter Balletts]. - Horst Kögler: Die Aura einer anderen Zeit. Vor 25 Jahren starb Léonide Massine.