Rezensionen

Westfälische Forschungen 62 (2012), S. 549f:

"Um es gleich vorweg zu sagen: Die Veröffentlichung stellt zweifellos eine Bereicherung für die Erforschung der westfälischen Klosterlandschaft dar, vermittelt darüber hinaus aber auch wichtige Einblicke in die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse des westfälisch-niederländischen Grenzraumes im Spätmittelalter. Denn gerade das Kloster Burlo, vor allem seine Frühgeschichte, führte in der Forschung bislang ein Schattendasein. [...]

Es ist das Verdienst von Böings Arbeit, eine umfassende, gründliche und detailreiche Untersuchung zur wechselvollen Frühgeschichte Burlos von den Anfängen als Oratorium des Priesters Siegfried bis zur Übernahme des Klosters durch die Zisterzienser 1448 zu präsentieren, die durch Umsichtigkeit und solides fachliches Handwerkszeug überzeugt. Der Wert dieser Arbeit liegt aber besonders darin, dass der Autor eine beträchtliche Anzahl von Quellen vorstellen und nutzen konnte, die heute nur noch schwer zugänglich sind. [...]

Angesichts des Gewinns, den die vorliegende Publikation der westfälischen Landesforschung einbringt, wäre es wünschenswert, wenn sich noch weitere Schubladen mit unveröffentlichten Arbeiten auftäten, damit wichtige Beiträge zur westfälischen Geschichte nicht verlorengingen." - Dr. Gabriele Isenberg, ehem. Direktorin der LWL-Archäologie (Hattingen)