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Ehemalige Bürgermeister

Die vorliegende Aufstellung berücksichtigt alle Borkener Bürgermeister seit Gründung der Landkreise in der preußischen Provinz Westfalen im Jahr 1816. Eine Aufstellung aller Bürgermeister ab 1296 veröffentlichte der frühere ehrenamtliche Stadtarchivar Karl Pöpping in dem Heft „Selbstverwaltung und Gerichtsbarkeit Borkens", erschienen 1994 als Band 7 der Reihe „Aus der Geschichte unserer Stadt". Diese Liste, erstellt aus verschiedenen Quellen des Borkener Stadtarchivs, des Archivs der katholischen Pfarrgemeinde St. Remigius sowie des Landesarchivs NRW, Abteilung Westfalen, ist jedoch unvollständig und wird in den kommenden Jahren überarbeitet.

Über die Bürgermeister der nationalsozialistischen Zeit liegen im Stadtarchiv aufgrund kriegsbedingter Schriftgutverluste nur wenige Informationen vor. Es wurden daher aufgrund des öffentlichen Interesses Recherchen in verschiedenen Archiven durchgeführt, deren Ergebnisse in Kurzform jeweils bei den einzelnen Bürgermeistern aufgeführt werden.


Ferdinand Rotering

geb. 09.02.1777 in Borken/Westfalen

gest. 07.06.1835 in Borken/Westfalen

 

Bürgermeister der Stadt Borken von 1812 bis 1819


Joseph Conrads

geb. 05.04.1795 in Münster

gest. 20.01.1850 in Borken/Westfalen

 

Bürgermeister der Stadt Borken von 1819 bis 1832


Bürgermeister Albert Rotering
(Abb.: Zeno-Zeitung / Borkener Zeitung vom 3.2.1939)
Foto zeigt den ehemaligen Bürgermeister Albert Rotering

Albert Rotering

geb. 01.11.1808 in Borken/Westfalen

gest. 02.11.1888 in Borken/Westfalen

 

Bürgermeister der Stadt Borken von 1832 bis 1862


Bürgermeister Viktor Ebbing
(Abb.: Zeno-Zeitung / Borkener Zeitung vom 3.2.1939)
Foto zeigt den ehemaligen Bürgermeister Viktor Ebbing

Viktor Ebbing

geb. 17.12.1828 in Borken/Westfalen

gest. 17.06.1876 in Borken/Westfalen

 

Bürgermeister der Stadt Borken von 1862 bis 1876


Bürgermeister Gustav Mettin
(Abb.: Zeno-Zeitung / Borkener Zeitung vom 3.2.1939)
Foto zeigt den ehemaligen Bürgermeister Gustav Mettin

Gustav Mettin

geb. 04.05.1845 in Eisleben

gest. 28.02.1922 in Borken/Westfalen

 

Bürgermeister der Stadt Borken von 1876 bis 1912


Bürgermeister Leo Müller
(Abb.: Zeno-Zeitung / Borkener Zeitung vom 3.2.1939)
Foto zeigt den ehemaligen Bürgermeister Leo Müller

Leo Müller

geb. 21.07.1878 in Werden an der Ruhr

gest. 25.01.1934 in Werne an der Lippe

 

Bürgermeister der Stadt Borken von 1912 bis 10. April 1933

 

Der langjährige Bürgermeister Müller wurde von der neuen NSDAP-Stadtverordneten-Fraktion zum Rücktritt gedrängt und wurde anschließend Bürgermeister in Werne an der Lippe.


Heinrich Nolting

geb. 20.09.1891 in Borken/Westfalen

gest. 17.10.1976 in Bad Wildungen

 

Kommissarischer Bürgermeister der Stadt Borken von Mitte April 1933 bis Juli 1933

 

Im Jahr 1891 in Borken geboren, verbrachte Heinrich Nolting seine Kindheit in Meschede (Sauerland) sowie in Dortmund. Seit 1926 war er schließlich im Borkener Zollamt tätig und übernahm 1932 als Oberzollinspektor die Leitung des Amtes.

Nach dem erzwungenen Rücktritt von Bürgermeister Leo Müller übernahm Heinrich Nolting von April bis August 1933 in seiner Funktion als "Führer der NSDAP" in Borken (Zeno-Zeitung/Borkener Zeitung vom 11. April 1933) das Amt des kommissarischen Bürgermeisters der Stadt Borken, trat der NSDAP jedoch erst zum 20. Juli 1937 bei (Mitgliedsnummer 5560421).

Aufgrund von Differenzen mit NSDAP-Parteiinstanzen verlor Nolting das kommissarische Bürgermeisteramt und 1934 auch die ehrenamtliche Tätigkeit des NSDAP-Ortsgruppenleiters und wurde ab Mai 1934 als Sachbearbeiter im Zollamt Gronau eingesetzt. Im Januar 1938 wurde Nolting Vorsteher des Zollamtes in Hamm.

 

 


Bürgermeister Dr. Clemens Nottarp
(Abb.: Zeno-Zeitung / Borkener Zeitung vom 3.2.1939)
Foto zeigt den ehemaligen Bürgermeister Dr. Clemens Nottarp

Dr. Clemens Nottarp

geb. 27.05.1895 in Münster

gest. 04.10.1938 in Borken/Westfalen

 

Bürgermeister der Stadt Borken von August 1933 bis 4. Oktober 1938

 

Der aus Münster stammende Clemens Nottarp studierte mit Unterbrechungen vom Wintersemester 1919/20 bis zum Sommersemester 1922 an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster das Fach Staatswissenschaften. Im Jahr 1923 promovierte er an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Nottarp übernahm am 3. April 1926 kommissarisch das Amt des Amtsbürgermeisters des Amtes Wüllen (heute Ahaus) und wurde am 5. Oktober 1926 für zwölf Jahre in dieses Amt berufen. Zum 1. Dezember 1932 wurde er kommissarischer Bürgermeister von Stadtlohn, wechselte im August 1933 jedoch als Bürgermeister nach Borken. Er wurde in der Lokalzeitung mehrfach als „Parteigenosse“ bezeichnet und gehörte demnach der NSDAP an.

Bis zu seinem Tod infolge des schweren Borkener Zugunglücks vom 26. September 1938 übte Dr. Nottarp das Amt des Bürgermeisters aus.


Rudolf Gundermann

geb. 08.04.1913 in Hamm

personenstandsrechtlich als vermisst geltend seit 31.12.1945 (letzter Aufenthaltsort Baldenburg / Bublitz / Groß Kuedde (heutige Woiwodschaft Westpommern, Polen)

 

Kommissarischer Bürgermeister der Stadt Borken von Anfang Oktober 1938 bis zum 2. Februar 1939

 

Nach seiner Schulzeit studierte der 1913 in Hamm geborene Gundermann mit Unterbrechungen von 1932 bis 1937 an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Bereits seit dem 1. Oktober 1932 gehörte er der NSDAP an (Mitgliedsnummer 1263461). Nach seinem ersten juristischen Staatsexamen wechselte er nach Recklinghausen und übernahm nach dem plötzlichen Tod von Dr. Nottarp am 4. Oktober 1938 als 25-Jähriger für vier Monate bis zum 2. Februar 1939 kommissarisch die Geschäfte des Bürgermeisters.

Gundermann gilt nach Informationen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. seit dem 1. Februar 1945 in der heutigen Woiwodschaft Westpommern, Polen als vermisst. Offiziell für tot erklärt wurde er durch das Amtsgericht in Hamm jedoch erst am 9. Januar 1975.


Bürgermeister Curt Alfred Grünberg
(Abb.: Zeno-Zeitung / Borkener Zeitung vom 3.2.1939)
Foto zeigt den ehemaligen Bürgermeister Curt Alfred Grünberg

Curt Alfred Grünberg

geb. 20.01.1899 in Kreuzburg/Oberschlesien

gest. 23.09.1969 in Lübeck

 

Bürgermeister der Stadt Borken von 3. Februar 1939 bis 29. März 1945

 

Nach dem Besuch des humanistischen Gymnasiums in Kreuzburg absolvierte Curt Grünberg seit 1921 eine Ausbildung zum Bankbeamten im Bankhaus Eichborn und Grünberg im oberschlesischen Kreuzburg (heute Kluczbork, Polen). In den folgenden Jahren stieg er als Mitgesellschafter zum finanziellen Leiter der Bank auf. Anschließend wechselte er in den Kommunaldienst, seine erste Station führte ihn 1937 als Leiter des Kreisrechnungs- und Gemeindeprüfungsamtes in die Kommunalabteilung des Landratsamtes Herford. Bereits seit dem 14. April 1926 gehörte Curt Grünberg der NSDAP an (Mitgliedsnummer 34152).

Am 3. Februar 1939 trat er die Stelle als Bürgermeister der Stadt Borken an. Ab April 1943 war Grünberg nach seinem Beurlaubungsgesuch aufgrund parteiinterner Differenzen zugleich kommissarischer Bürgermeister in der Stadt Friedeck (heute Frýdek-Místek, Tschechien) und von September 1944 bis Mai 1945 Bürgermeister von Bad Driburg. Eine Rückkehr nach Borken wurde ihm verwehrt. Er verstarb 1969 in Lübeck.


Bürgermeister Josef Dörner
(Abb.: Stadtarchiv Rhede)
Foto zeigt den ehemaligen Bürgermeister Josef Dörner

Josef Dörner

geb. 13.12.1889 in Wissen a. d. Sieg

gest. 09.03.1973 in Borken/Westfalen

 

 

Kommissarischer Bürgermeister der Stadt Borken vom 3. April 1943 bis 29. März 1945

 

Zwischen 1912 und 1920 war Josef Dörner im damaligen Amt Marl tätig und kam im Jahr 1920 als Amtssekretär in das Amt Rhede. Nur ein Jahr später übernahm er vertretungsweise die Leitung des Amtes Rhede, welche in Personalunion mit dem Amt Dingden verbunden war. Im Jahr 1922 übernahm er als Amtmann die Leitung des Amtes Rhede und wurde 1928 Bürgermeister des Amtes.

Während der Abwesenheit von Bürgermeister Grünberg vom 3. April 1943 bis zum 29. März 1945 übte Dörner die Amtsgeschäfte in Personalunion aus. Er trat am 20. April 1935 („Führers Geburtstag") in die NSDAP ein und war in diversen weiteren NS-Gliederungen und angeschlossenen Verbänden Mitglied. Dem Historiker Hans Walter Schmuhl zufolge soll er dies vor allem getan haben, um sich im Amt halten und gegen die NSDAP-Ortsgruppenleitung behaupten zu können.

Dörner schied im Juni 1945 aus dem Amt Rhede aus. Im Jahr 1947 wurde er Kämmerer des Kreises Borken und trat 1954 in den Ruhestand.


Heinrich Koch

geb. 21.05.1890 in Borken/Westfalen

gest. 21.05.1974 in Borken/Westfalen

 

Bürgermeister der Stadt Borken vom 30. März 1945 bis 31. März 1946

 

Heinrich Koch war seit 1907 Bediensteter der Borkener Stadtverwaltung. Im Jahr 1931 übernahm der Stadtinspektor das Steuer-, Versicherungs- und Meldewesen, in dieser Position war er bis Kriegsende 1945 beschäftigt. Er trat der NSDAP am 1. Mai 1933 bei (Mitgliedsnummer 2480038), wurde im Januar 1949 jedoch im Berufungsverfahren seines Entnazifizierungsverfahren nach erstinstanzlicher Einstufung als „Mitläufer“ (Kategorie IV) im Jahr 1946 als „Entlastet“ (Kategorie V) eingestuft.

Von den britischen Besatzern wurde Koch am 30. März 1945 als Bürgermeister der Stadt Borken eingesetzt. Ab dem 1. April 1946 übernahm er das Amt des ersten Stadtdirektors und wurde am 30. April 1951 pensioniert.


Bernhard Bietenbeck
(Abb.: Stadt Borken)
Foto zeigt den ehemaligen Bürgermeister Bernhard Bietenbeck

Bernhard Bietenbeck

geb. 27.10.1882 in Grütlohn

gest. 03.03.1961 in Borken/Westfalen

 

Bürgermeister der Stadt Borken vom 1. April 1946 bis September 1946


Bürgermeister Karl Kutsch
(Abb.: Stadt Borken)
Foto zeigt den ehemaligen Bürgermeister Karl Kutsch

Karl Kutsch

geb. 28.04.1900 in Gemen

gest. 07.04.1986 in Borken/Westfalen

 

Bürgermeister der Stadt Borken von September 1946 bis November 1948

 

 


Bürgermeister Aloys Schupp
(Abb.: Stadt Borken)
Foto zeigt den ehemaligen Bürgermeister Aloys Schupp

Aloys Schupp

geb. 25.09.1902 in Dermbach, Kreis Altenkirchen

gest. 31.08.1962 in Münster (Hiltrup)

 

Bürgermeister der Stadt Borken von 1948 bis 1952


Hermann Schmaeing
(Abb.: Stadt Borken)
Foto zeigt den ehemaligen Bürgermeister Hermann Schmaeing

Hermann Schmäing

geb. 31.05.1908 in Borken/Westfalen

gest. 07.05.1973 in Borken/Westfalen

 

Bürgermeister der Stadt Borken von 1952 bis Oktober 1956


Bürgermeister Gustav Nitz
(Abb.: Stadt Borken)
Foto zeigt den ehemaligen Bürgermeister Gustav Nitz

Dr. Gustav Nitz

geb. 20.11.1912 in Wanne (Herne)

gest. 14.08.1987 in Borken/Westfalen

 

Bürgermeister der Stadt Borken Oktober von 1956 bis September 1964

 

 


Bürgermeister Josef Hellmann
(Abb.: Stadt Borken)
Foto zeigt den ehemaligen Bürgermeister Josef Hellmann

Josef Hellmann

geb. 14.10.1927 in Borken/Westfalen

gest. 26.12.2016 in Borken/Westfalen

 

Bürgermeister der Stadt Borken von September 1964 bis Mai 1975

 

Verleihung des Ehrenrings der Stadt Borken am 22. Mai 1975


Bürgermeister Alfons Kutsch
(Abb.: Stadt Borken)
Foto zeigt den ehemaligen Bürgermeister Alfons Kutsch

Alfons Kutsch

 geb. 30.12.1933 in Borken/Westfalen

gest. 01.04.2001 in Borken/Westfalen

 

Bürgermeister der Stadt Borken von Mai 1975 bis September 1984

 

Verleihung des Ehrenrings der Stadt Borken am 17. Oktober 1984

 

 


Bürgermeister Josef Ehling
(Abb.: Stadt Borken)
Foto zeigt den ehemaligen Bürgermeister Josef Ehling

Josef Ehling

geb. 10.08.1935 in Borken/Westfalen

gest. 19.01.2014 in Borken/Westfalen

 

Bürgermeister der Stadt Borken von Oktober 1984 bis September 1999

 

Verleihung des Ehrenrings der Stadt Borken am 1. Oktober 1999


Bürgermeister Rolf Lührmann
(Abb.: Stadt Borken)
Foto zeigt den ehemaligen Bürgermeister Rolf Lührmann

Rolf Lührmann

geb. 18.05.1951 in Münster

 

Bürgermeister der Stadt Borken von Oktober 1999 bis Oktober 2015

 

Vom 1. Juni 1992 bis 30. September 1999 war Rolf Lührmann Stadtdirektor der Stadt Borken.

 

Verleihung des Ehrenrings der Stadt Borken am 29. Januar 2016


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