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Vortragsreihe „Geschichte ist mehr ..."

Bild zeigt Logo der Vortragsreihe "Geschichte ist mehr ..."

Die Veranstaltungsreihe „Geschichte ist mehr …" ist eine Kooperation des Stadtarchivs mit der Volkshochschule, dem Stadtmuseum FARB sowie dem Heimatverein Borken. Sie wurde im Herbst des Jahres 2000 begründet, als die Leitung von Stadtarchiv und Stadtmuseum in eine Hand gelegt wurde.

Unter der Programm-Koordination des Stadtarchivs finden im VHS-Forum in der ehemaligen Josefskirche an der Heidener Straße 88 regelmäßig Mittwochsvorträge und -vorstellungen zu verschiedenen Themen der Stadt- und Regionalgeschichte statt.


Veranstaltungen im 1. Halbjahr 2020

Sonntag, 26. Januar 2020

Vortrag: Nachbarn von nebenan – verschollen in Riga
Städtische Veranstaltung zum Holocaust-Gedenktag mit Winfried Nachtwei

Da die Stadt Borken dem Deutschen Riga-Komitee beigetreten ist, richtet sich am Vortag des internationalen Holocaust-Gedenktages (27. Januar) der Blick auf die erste Deportation jüdischer Bürgerinnen und Bürger aus dem Raum Borken in das Ghetto Riga und auf die damit zusammenhängende Verfolgung und Ermordung der lettischen Juden. Winfried Nachtwei, langjähriger Bundestagsabgeordneter der Grünen aus Münster, hat schon vor 30 Jahren, als Lettland noch sowjetische Teilrepublik der Sowjetunion war, begonnen, Spuren der nach Riga Deportierten zu suchen und Kontakte mit den wenigen lettischen Shoah-Überlebenden zu knüpfen. Damit trug er maßgeblich dazu bei, die Funktion des Ghettos Riga innerhalb des nationalsozialistischen Judenmords im kollektiven Gedächtnis zu verankern. Anhand von Fotos berichtet er von der 1941 beginnenden Verschleppung von 25.000 deutschen Jüdinnen und Juden in die lettische Hauptstadt, über die Massenerschießungen im stadtnahen Wald von Bikernieki, über den Zwangsarbeiter-Einsatz in umliegenden Lagern und über die Gedenk- und Erinnerungsarbeit, die in den letzten zwanzig Jahren in europäischem Geist entwickelt worden ist.

 

Dozent:Winfried Nachtwei
Datum:26.01.2020, 11 Uhr               
Ort:   Rathaus Borken

Mittwoch, 19. Februar 2020

Lieder-Vortrag: „Brüder und Schwestern zur Sonne!“
Die Lieder der deutschen Arbeiterbewegung

Seit 2014 ist das „Singen der Lieder der deutschen Arbeiterbewegung“ als immaterielles UNESCO-Kulturerbe anerkannt. Die deutschen Arbeiterlieder reichen zurück in die Mitte des 19. Jahrhunderts. Dazu zählen die Lieder der Weber und ihrer Aufstände, die Gesellen- und Wanderlieder, die zahlreichen Lieder aus dem Bergbaumillieu, Lieder der Werft- und Textilarbeiter und anderer Gruppen – übrigens auch aus dem Münsterland.

Viele dieser Lieder müssen aus dem historischen Kontext verstanden werden, will man sie sich heute neu aneignen. Dazu sind sie, besonders die Brecht-Vertonungen von Hanns Eisler und Kurt Weill, auch für musikalisch anspruchsvollere Ohren hochinteressant. Der Münsteraner Musiker Manfred Kehr hat ein Programm mit deutschen und internationalen Arbeiterliedern entwickelt, das fernab jeglicher Sentimentalität als deutsches Kulturgut – ganz im Sinne der UNESCO – erhaltenswert ist.

 

Dozenten:Manfred Kehr (Münster)
Datum:19.02.2020, 19.30 Uhr bis 21 Uhr
Ort:   VHS-Forum, Heidener Straße 88
Entgelt:6,- €

Samstag, 28. März 2020

Text-Collage: Vor 75 Jahren: Das Ende des Zweiten Weltkriegs in Borken.
Eine historische Collage

Vor 75 Jahren, am 28. März 1945, drangen die ersten britischen Soldaten vorsichtig in das Stadtgebiet Borken vor und setzten dem Krieg und der nationalsozialistischen Herrschaft in Borken ein Ende. Vorausgegangen waren schwere alliierte Bombenangriffe, die den Stadtkern seit Mitte März weitestgehend zerstört hatten. Aus alliierter Sicht war ein verheerender Krieg nun in das Land seiner Verursacher eingezogen. Für die Zivilbevölkerung zählten diese Märzwochen zu den dramatischsten Kriegserfahrungen, die für lange Zeit die eigenen Rückblicke und Erinnerungen an den Krieg und seine Opfer beherrschen sollten.

In einer Collage aus Tagebüchern, Briefen, Erinnerungen und Dokumenten lässt das Rezitatoren-Paar Marion und Markus von Hagen ein breites Spektrum von Menschen lebendig werden, die in konträren Rollen wohl oder übel in den Krieg und die nationalsozialistische Herrschaft eingebunden bzw. von ihre betroffen waren: Lehrerinnen und Lehrer, mehr oder weniger junge Wehrmachtssoldaten, NSDAP-Funktionäre, Kommunalbeamte, verfolgte jüdische Bürgerinnen und Bürger, Zwangsarbeiter, Zivilisten, Frauen und damalige Kinder. Ausgewählt und kommentiert werden die Texte von Stadtarchivleiter Dr. Norbert Fasse.

 

Dozenten:Marion von Hagen, Markus von Hagen, Günter Gall und Dr. Norbert Fasse
Datum:28.03.2020, 17.00 Uhr
Ort:   Jugendhaus Borken, Heidener Straße 88

Mittwoch, 22. April 2020

Vortrag: Vom Krankenhaus zur Promenade
Die Johanniterstraße in Geschichte und alten Bildern

Bis zur Neugestaltung der südlichen Borkener Altstadt führte zwischen Krankenhausgarten und Propstei her, an der Johanneskirche und am Kornmarkt entlang die Johannisstraße, die anfangs noch in die Kreuzstraße überging, zum Neutor. Dort stieß sie auf die außerhalb der Stadtmauer gelegene Promenade. Wer die Stadt von West nach Ost durchqueren wollte, konnte die Verbindung benutzen, die heute – allerdings in anderen Ausmaßen – Johanniterstraße heißt. Am Treffpunkt von Papendiek, Boltenhof jedoch fand sie früher ihr Ende, da sie nicht durch das Gelände des Stadtparks weitergeführt wurde bis zur Heidener Straße. Unter Verwendung von altern Bildern, Zeitungsinseraten und Geschichten vermittelt Rudolf Koormann ein Stück Stadtgeschichte und Stadtentwicklung.

 

Dozenten:Rudolf Koormann
Datum:22.04.2020, 19.30 Uhr bis 21 Uhr
Ort:   VHS-Forum, Heidener Straße 88
Entgelt:6,- €

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