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Einblicke und Perspektiven in Borkens Geschichte

Rund 50 Interessierte kamen zum „Tag der Archive“ in den Diebesturm

BORKEN (pd). Eine breite Resonanz erfuhr der „Tag der Archive“ im Stadtarchiv Borken am vergangenen Sonntag. Fast 50 Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung des Stadtarchivs und erhielten interessante Einblicke in die archivische Arbeit und die fast 800-jährige Geschichte der Stadt. Für einige war dies der erste Besuch in den Räumen des Diebesturms oberhalb des Trauzimmers.

In das vom Verband der Archivarinnen und Archivare formulierte Leitthema „Kommunikation: Von der Depesche zum Tweet“ führte Stadtarchivleiter Dr. Norbert Fasse ein. Er skizzierte die Herausforderungen, die mit der Langzeitarchivierung von digitalen Datenbeständen und Dokumenten verbunden sein würden, und sprach den tiefgreifenden Strukturwandel der öffentlichen Kommunikation an, der aus dem allgegenwärtigen digital-medialen Angebot und einer expandierenden Echtzeit-Kommunikation resultieren würde. Ähnlich wie Bibliotheken hätten Archive gegenüber einer kurzatmigen Aktualitätsorientierung indes die Aufgabe, zuverlässige Informationen und Wissensbestände auch in der Tiefe zu erhalten und zu vermitteln. Diplomarchivar Thomas Hacker verdeutlichte sodann anhand ausgesuchter Beispiele, dass das Stadtarchiv über ein breites Spektrum an archivischen Quellen verfügt, die für unterschiedliche Benutzergruppen von Interesse sind. So gab es in der Vergangenheit auch immer wieder Schulklassen, die sich für die „Schätze“ des Archivs und die damit verbundenen Fragen zur Geschichte der Stadt interessierten.

Die Mitarbeiter öffneten neben den Arbeitsräumen auch das Archivmagazin. Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheiten zur Einsichtnahme in ausliegende Originaldokumente intensiv. Besonderes Interesse fanden genalogische Quellen, etwa die im Stadtarchiv verwahrten Personenstandsregister oder die digitale Totenzettelsammlung. Auch die ausliegenden Bildquellen zur Geschichte der Eisenbahn in Borken oder zum ehemaligen Kriegerverein fanden großes Interesse, ebenso Archivalien zur früheren Armenstiftung der Stadt. Im Trauzimmer des Diebesturms erläuterte Standesamtsleiterin Claudia Klein-Ridder interessierten Besuchern, wie an diesem besonderen Ort standesamtliche Hochzeiten gestaltet werden können.

Bildunterschriften

Eine große Resonanz fand der diesjährige „Tag der Archive“ im Borkener Stadtarchiv.

Foto (beide): Hartmut Bringmann (Stadtarchiv)